Serious Games Information Center
Entdecken Sie das Serious Games Portal der TU Darmstadt – die zentrale Plattform für vielfältige Serious Games.
So einfach geht's: Spieleentwickler loggen sich ein, nutzen das Formular zur Spielbeschreibung, und Anwender wie Therapeuten oder Pädagogen finden spielend leicht passende Games. Hervorgehoben werden Spiele von erstklassiger Qualität, ausgezeichnet mit dem RAL Gütezeichen. Das ist das Serious Games Portal – Entdecken, Finden, Erleben!
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Neu eingetragene Serious Games im SG-IC
Alle ansehenValiant Hearts: The Great War
Valiant Hearts: The Great War, entwickelt von Ubisoft, ist ein einzigartiges Puzzle-Adventure-Spiel, das die menschlichen Geschichten hinter dem Ersten Weltkrieg beleuchtet. Das 2014 veröffentlichte Spiel zeichnet sich durch seinen handgezeichneten Grafikstil, seine emotionale Erzählweise und seine pädagogischen Elemente aus. Anstatt sich auf den Kampf zu konzentrieren, beleuchtet es die persönlichen Kämpfe und die Widerstandsfähigkeit von vier Charakteren – Emile, Karl, Anna und Freddie –, die jeweils eine unterschiedliche Perspektive auf den Krieg haben und von einem treuen Hund namens Walt begleitet werden. Das Spiel verwebt historische Genauigkeit in seine Erzählung und bietet den Spielern nicht nur eine emotionale, sondern auch eine lehrreiche Reise, in die reale Artefakte und Fakten nahtlos integriert sind. Durch Rätsel, Erkundungen und rhythmische Sequenzen lässt Valiant Hearts die erschütternde Realität des Ersten Weltkriegs lebendig werden, ohne Gewalt zu verherrlichen. Seine Fähigkeit, Empathie zu wecken und gleichzeitig die Spieler über ein entscheidendes historisches Ereignis zu informieren, hat es zu einem herausragenden Vertreter der narrativen Spiele gemacht.
Thirsty Sword Lesbians - TSL
Das Spiel „Thirsty Sword Lesbians“ (TSL) konzentriert sich auf queere Abenteuergeschichten. Seine Hauptziele sind, auf unterhaltsame Weise queere Literatur sowie relationales und emotionales Denken und Fähigkeiten zu vermitteln. Es wurde von Kit Walsh entwickelt, von Kanesha Bryant illustriert und von einer Gruppe von Illustratoren, Autoren und zwei Sensitivitätsberatern unterstützt. Es wurde 2021 von Evil Hat Productions veröffentlicht. Die Zielgruppe sind im Großen und Ganzen Menschen, die offen dafür sind, sich mit queeren Charakteren zu identifizieren. Die Idee ist, dass dies auch für Menschen interessant sein könnte, die sich nicht als queer identifizieren. TSL ist ein Storytelling- und Rollenspiel. Es gibt einen Spielleiter, der die Geschichte erzählt, und die anderen Spieler entscheiden, was ihre Charaktere tun. Dies wird durch praktische Spielmechaniken unterstützt und ist auf (intime) Beziehungen, Fantasy- und Kampfelemente ausgerichtet. Der Versuch, dieses Spiel im Kontext von Serious Games zu lokalisieren, zeigt, dass es nicht vollständig oder ausschließlich in diese Kategorie passt. Insgesamt wird der Unterhaltungseffekt stärker betont als die beabsichtigten ernsthaften Effekte.
The Beginners Guide
„The Beginners Guide“ wurde von Davey Waren entwickelt und am 1. Oktober 2015 veröffentlicht (Steam, o. J.). Es erzählt die Geschichte eines Erzählers, ebenfalls Davey genannt, der die Spieler durch die unvollendeten Spiele eines Entwicklers namens Coda führt. Davey interpretiert die Spiele als Spiegelbild von Codas Kämpfen und stellt sie als Hilferuf dar. Im Verlauf der Geschichte scheint es, dass Davey seine eigenen Ansichten auf Codas Arbeit übertragen hat. Zentrale Themen sind Kreativität, psychische Gesundheit, künstlerische Interpretation und die Ethik des Teilens der eigenen Arbeit bzw. Kunst ohne Zustimmung. Das Spiel fordert die Spieler dazu auf, über Vorurteile, Privatsphäre und Grenzen nachzudenken. Aus diesem Grund passt es in den Kontext des Serious Gaming. Obwohl es nicht explizit lehrreich sein soll, fördert das Spiel durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen kritisches Denken und emotionales Engagement. Es regt die Spieler dazu an, darüber nachzudenken, ohne direkt zu lehren oder klare Antworten zu geben.
Landopoly
Landopoly ist ein Serious Game, das Spielern Kenntnisse über Entscheidungen zur Landnutzung vermitteln soll, wobei der Schwerpunkt auf der Abwägung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Faktoren liegt. Das Hauptziel besteht darin, den Spielern die Kompromisse und Konsequenzen von Entscheidungen zur Landnutzung näherzubringen und kritisches Denken sowie verantwortungsbewusste Entscheidungen in realistischen Szenarien zu fördern. Das Spiel richtet sich an Schüler der Sekundarstufe und Studenten, insbesondere an diejenigen, die Umweltwissenschaften und Wirtschaft studieren. Es spricht Lernende an, die sich für nachhaltige Entwicklung und Ressourcenmanagement interessieren, und fördert bürgerschaftliches Engagement und Zusammenarbeit. Als Serious Game bietet Landopoly eine ansprechende Plattform für Erfahrungslernen, die Spielspaß mit Bildungszielen verbindet. Die Spieler bewegen sich über ein Spielbrett und treffen dabei auf Entscheidungspunkte, an denen sie Optionen und Konsequenzen abwägen müssen, wobei der Fortschritt von der Nachhaltigkeit und den gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Entscheidungen abhängt. Landopoly wurde von der Michigan State University Extension und United Growth für Kent County adaptiert und basiert auf dem Spiel „Hydropoly” von Environmental Concern, Inc. Es wurde Anfang der 2000er Jahre veröffentlicht, um Initiativen zur Umweltbildung zu unterstützen.
Unterricht mit Fairdinand
Die Spielenden schlüpfen in die Rolle einer Lehrperson und sind aufgefordert, auf Basis eines Steckbriefs verschiedene Merkmale von Schülerinnen im Unterricht einzuschätzen, zum Beispiel deren Leistungen in Mathematik und Deutsch, ihre Akzeptanz in der Klasse sowie ihr Problemverhalten. Basierend auf einem mathematischen Modell erhalten sie zu ihren Einschätzungen eine Rückmeldung. Diese zeigt, wie sich ihre Einschätzungen auf die Schülerinnen auswirken und ob sie diese über-/unterschätzten. Forschung zeigt, dass Erfolgserwartungen und Erfolgsattributionen von Lehrpersonen und Eltern die Schülerinnenleistungen beeinflussen können. Das Simulationsspiel soll anhand von fiktiven Fallgeschichten aus dem Schulalltag diese Befunde illustrieren. Es soll für unfaire Einschätzungen im schulischen Unterricht sensibilisieren. Das Spiel richtet sich an Lehrpersonen, Schulleiterinnen und Lehramtsstudierende, Sozialpädagoginnen, Schulsozialarbeiterinnen, Schulbehörden, Hochschuldozierende, aber auch interessierte Eltern und Jugendliche. Das Spiel wurde von der Pädagogischen Hochschule FHNW in Zusammenarbeit mit Koboldgames GmbH entwickelt, finanziert vom Schweizerischen Nationalfonds.
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